Diese 10 Punkte zeigen, wie EMS-Training funktioniert und wie es dich gesund und fit macht

Einfach in einen EMS-Anzug schlüpfen, den Strom anschalten und dem Fett beim Schmelzen und den Muskeln beim Wachsen zusehen. Das klingt zu schön, um wahr zu sein? 

Mit „Elektro-Muskel-Stimulationstraining“, kurz EMS-Training, soll genau DAS möglich sein. 

Aber stimmt das wirklich? Und wenn ja, wie funktioniert das?

Was passiert beim EMS-Training im Körper? Hilft EMS beim Abnehmen? Und was sind die Vor- und Nachteile von EMS-Training zuhause oder im EMS-Studio?

Alle Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema EMS-Training findest du hier:

1. Was steckt hinter der EMS-Methode?
2. So zündet EMS den Turbo
3. Ist EMS-Training gefährlich?
4. Hier kommt EMS zum Einsatz
5. Für wen EMS geeignet ist
6. Abnehmen mit EMS
7. EMS befreit von Rückenschmerzen
8. Starker Beckenboden – EMS hilft gegen Inkontinenz
9. So läuft ein EMS-Training ab
10. EMS-Training zuhause oder im Studio?

 

Punkt 1: Unser Körper steht ständig unter Strom

Beim EMS-Training wird die Muskulatur mit  Hilfe elektrischer Impulse gezielt von außen stimuliert und zum Wachsen angeregt. Welches Prinzip steckt dahinter?

Jedes Kind weiß, dass alle elektrischen Geräte wie Fernseher, Computer, Waschmaschine, Toaster oder Handy Strom  benötigen, um zu funktionieren. Was nicht jeder weiß: Auch unser Körper funktioniert nur, weil er ständig unter Strom steht.

Laufen, stehen, hüpfen oder gehen –

jede bewusste oder unbewusste Bewegung, jeder Gedanke, jedes Gefühl sowie Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Fühlen und sogar jeder einzelne Wimpernschlag sind nur möglich, weil permanent elektrische Signale durch unseren Körper fließen.

Das steckt dahinter

Wenn wir etwas sehen, einen Gegenstand berühren oder den Regen auf unserer Haut spüren, übermitteln Milliarden von Nervenzellen die Reize ans Gehirn. Wie in einer Schaltzentrale laufen dort alle Informationen zusammen, werden verarbeitet und an die Muskeln und Organe weitergeleitet. Die Weiterleitung und Übertragung der Informationen erfolgen mittels elektrischer Signale.

Unser Körper kommuniziert über elektrische Signale

Stell dir Folgendes vor: Es ist ein heißer Sommertag, die Sonne brennt und du hast großen Durst. Vor dir auf dem Tisch steht ein Glas kaltes Wasser. Um deinen Durst zu löschen, musst du nur die Hand ausstrecken, das Glas greifen, zum Mund führen und trinken. Nichts einfacher als das! Aber was einfach klingt, ist das Ergebnis komplexer Abläufe im Körper.

Im Zentrum steht dabei das Gehirn als Schaltzentrale: Es empfängt die Reize über die Sinnesorgane (wie z.B. Augen, Nase, Haut) verarbeitet die Informationen und gibt entsprechende Signale an die Muskulatur weiter. Das heißt, um den Durst zu löschen, gibt das Gehirn den Arm- und Handmuskeln den Befehl zu kontrahieren, um das Glas zu greifen und zu trinken. Die Übermittlung der Informationen erfolgt mittels elektrischer Signale. Auf diesem körpereigenen Prinzip der Muskelkontraktion beruht die EMS- Methode.

Punkt 2: So zündet EMS-Training den Turbo

Das Gehirn steuert und bewegt die Skelettmuskulatur über Stromimpulse. Genau dieses Prinzip macht sich die EMS-Technologie zunutze.

EMS trainiert 90 Prozent der Muskelfasern

Wenn wir unsere Muskeln bewusst ansteuern und anspannen – beispielsweise beim Krafttraining eine schwere Hantel heben – löst das Gehirn die Kontraktion der Muskeln und damit die Bewegung aus. Beim EMS stimulieren elektrische Impulse von außen 90 Prozent der Muskelfasern. Dadurch werden alle großen Muskelgruppen – wie Beine, Bauch, Po, Rücken, Arme und Brust – gleichzeitig trainiert. Deshalb wirkt EMS-Training auch wie ein Turbo: Es vervielfacht den Effekt eines klassischen Krafttrainings, da nicht nur einige wenige, sondern alle großen Muskelgruppen gleichzeitig zur Anspannung gebracht und trainiert werden.

Hinzu kommt: Da die Impulse alle Skelettmuskeln erreichen, wirken sie auch in der Tiefe und kräftigen die tiefliegende Muskulatur des Bauchs, Rückens und Beckenbodens.

Unterschiedliche Impulse haben unterschiedliche Wirkung

Nicht alle elektrischen Impulse haben den gleichen Effekt. Es gibt einige Faktoren, die die Wirkweise des Stroms auf den Körper beeinflussen. Dazu zählen u.a. die Impulsdauer, die Breite des Impulses und die Frequenz. 

  • Impulsdauer: Zeitspanne, in der die Muskeln über Impulse aktiviert werden (z.B. 4 Sekunden)
  • Impulspause: Zeitspanne, in der kein Strom fließt (z.B. 4 Sekunden Erholungsphase zwischen den Impulszeiten)
  • Breite des Impulses: Länge eines einzelnen Impulses, d.h. die Dauer des Stromflusses pro Impuls (i.d.R. zwischen 50 und 400 Mikrosekunden). Grundsätzlich gilt: Je breiter der Impuls, desto tiefer dringt er ein
  • Frequenz: Anzahl der Impulse pro Sekunde, wird in Hertz (Hz) angegeben, bei z.B. 85 Hz erhält eine einzelne Muskelfaser 85 Impulse pro Sekunde

Impulsfrequenz, Mittelfrequenz und Niederfrequenz

Unterschiedliche Frequenzen führen zu unterschiedlichen Ergebnissen – der Frequenzbereich entscheidet u.a. darüber, welche Muskelfaser-Typen vorwiegend stimuliert werden. So kann der Fokus z.B. auf Krafttraining, Ausdauertraining oder Stoffwechselaktivierung liegen. Für EMS-Training kommen Elektrostimulationsgeräte im Niederfrequenz- und Mittelfrequenz-Bereich zum Einsatz. 

Du möchtest mehr darüber erfahren, welche Frequenzen für welche Zwecke am besten geeignet sind?

Dann lies hier weiter: Niederfrequenz oder Mittelfrequenz? Welcher Strom eignet sich für EMS-Training am besten?

 

Punkt 3: Ist EMS-Training gefährlich?

Wer zum ersten Mal vom EMS-Training hört, reagiert oft skeptisch: „Training mit Strom? Ist das nicht gefährlich?“ Gleich vorab: Nein, EMS-Training ist bei richtiger Anwendung nicht gefährlich – die elektrischen Impulse aktivieren die Skelettmuskeln. Die Organe oder das Herz werden nicht angesprochen.

EMS-Training ist sicher und gelenkschonend

EMS eignet sich sogar besonders gut, um sich ohne Risiko fit zu halten. Denn im Vergleich zu den meisten anderen Sportarten ist die Verletzungsgefahr bei EMS verschwindend gering.[1] Das liegt unter anderem daran, dass beim Training mit EMS keine Gewichte zum Einsatz kommen, um Muskeln aufzubauen. Ein Verletzungsrisiko durch zu schwere Gewichte oder eine falsche Technik besteht nicht. Das macht das Training sicher und gelenkschonend.

Wissenschaftlich belegt

In vielen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde bereits nachgewiesen, dass das EMS-Training effektiv und sicher ist. Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg, der TH Kaiserslautern und der Deutschen Sporthochschule in Köln haben EMS als Trainingsmethode in Sachen Sicherheit und Wirksamkeit unter die Lupe genommen [2]. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass EMS-Training die Muskelmasse deutlich erhöht, Fett reduziert und als sichere Trainingsmethode einzustufen ist.

Know-how ist Voraussetzung

Allerdings gilt zu beachten: EMS ist ein intensives Training – fehlt das notwendige Know-how, kann es zu Überanstrengungen kommen. Deshalb hat bei EMS oberste Priorität, über das erforderliche Wissen zu verfügen, um ein sicheres und effektives Training zu gewährleisten.

Hohe CK-Werte nach EMS-Training? Das steckt dahinter

In Zusammenhang mit EMS-Training wurden deutlich erhöhte CK-Werte festgestellt. Kritiker sehen darin ein gesundheitliches Risiko. Was steckt dahinter?

Das ist der Hintergrund

CK ist die Abkürzung für Creatinkinase. Das ist ein Enyzm, das vorwiegend in den Muskelzellen, Gehirnzellen und in geringen Mengen auch in anderen Gewebearten zu finden ist.

Creatinkinsae sorgt dafür, dass den Körperzellen Energie für Bewegung und den Stoffwechsel bereitsteht. Bei Muskelschäden kann CK aus den Zellen austreten und ins Blut gelangen. Um Schäden an der Muskulatur zu erkennen, wird deshalb die CK-Menge im Blut überprüft.

Schäden an der Muskulatur werden zum Beispiel durch Verletzungen des Muskelgewebes, Überlastung, Sauerstoffmangel oder Quetschungen ausgelöst. Beispielsweise in folgenden Fällen:

  • Unfallverletzungen
  • Operationen
  • Entzündungen der Muskulatur
  • Autoimmunerkrankungen der Muskulatur
  • Krankheitsbedingte Muskelschäden wie z.B. durch die Über- oder Unterfunktion der Schilddrüsen
  • Kaliummangel, Phosphatmangel
  • Vergiftungen
  • Krampfleiden
  • Lähmungen
  • Multiple Sklerose
  • Sarkoidose
  • Durch Injektionen, Medikamente oder Drogen
  • Alkoholismus
  • Sport

CK-Werte nach dem EMS-Training

Erhöhte CK-Werte sind die natürliche Reaktion des Körpers auf eine sportliche Belastung – so auch in Folge eines intensiven EMS-Trainings. Ob und wie stark sich die Werte erhöhen, ist individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab wie z.B. Fitnesslevel, untrainierte oder trainierte Muskulatur, EMS-Anfänger oder Fortgeschrittener, die Trainingsintensität, die Aufnahme von Flüssigkeit vor und nach dem Training usw.

Die Dosis macht das Gift

Bei einem professionell durchgeführten EMS-Training, das den Gesundheitszustand und das Fitnesslevel des Trainierenden berücksichtigt, sehen Experten kein Gesundheitsrisiko durch erhöhte CK-Werte. Unterschiedliche Studien und wissenschaftlichen Untersuchungen haben die gesundheitspositiven Effekte eines adäquaten EMS-Trainings bereits nachgewiesen.[3]

Vorab-Check

Als Faustregel für EMS-Training gilt: Im Vorfeld sind alle relevanten gesundheitlichen Aspekte sowie mögliche Kontraindikationen abzuklären. Außerdem ist darauf zu achten sowohl vor als auch nach dem Training genügend zu trinken. Empfohlen werden mindestens 0,5 Liter Wasser.

Schrittweise Eingewöhnung 

EMS-Anfänger sind langsam an die ungewohnte Belastung heranzuführen. Die Intensität des Impulses ist schrittweise zu erhöhen. In den ersten Wochen sollte deshalb maximal einmal die Woche trainiert werden. Nach der Eingewöhnungsphase kann die Trainingsfrequenz gesteigert werden.

Punkt 4: Hier kommt EMS zum Einsatz

EMS in der Medizin und Physiotherapie

Mediziner und Physiotherapeuten nutzen EMS schon seit vielen Jahrzehnten für Patienten zur Rehabilitation und zur Behandlung von Rückenbeschwerden. Auch im Leistungssport wird EMS schon lange als Zusatztraining genutzt. Viele Spitzensportler aus dem Fußball-, Golf-, Reit- oder Wintersportbereich trainieren regelmäßig mit EMS, um ihre Leistung zu steigern.

EMS im Wellnessbereich

Cellulite adé: Die elektrischen Impulse stärken nicht nur die Muskeln, sondern fördern auch die Durchblutung der Haut und des Bindegewebes. Außerdem kurbelt EMS den Stoffwechsel an. Deshalb nutzen Wellness-Experten die EMS-Technologie zur Straffung und Formung des Körpers.

EMS-Training im Breitensport

Immer mehr Menschen wollen abnehmen, sich stark und fit fühlen und gesund bleiben. Aber nicht jeder geht gerne ins Fitnessstudio, um an Maschinen und mit schweren Gewichten seine Muskeln zu stählen. Seit einigen Jahren kommt EMS auch als Ganzkörper-Training im Breitensport zum Einsatz. In Deutschland gibt es mittlerweile weit über 1.000 Studios, die auf EMS spezialisiert sind.[4]

Punkt 5: Für wen ist EMS-Training geeignet?

Zu alt oder zu unfit? Das gibt es bei EMS nicht. Die Intensität des Trainings lässt sich genau an die individuellen Bedürfnisse und Ziele des Trainierenden anpassen. Somit ist EMS grundsätzlich für jedermann geeignet – vom Sportmuffel über den aktiven Freizeitsportler bis hin zum ambitionierten Leistungssportler. Jeder, der Sport machen darf und keine Kontraindikationen aufweist, kann das EMS-Training nutzen, um fit zu werden oder sich fit zu halten – völlig unabhängig von Alter und Fitnesslevel.

Das sind die Ausnahmen

Doch es gibt auch Fälle, in denen nicht mit EMS trainiert werden sollte. Dazu zählen beispielsweise das Tragen eines Herzschrittmachers, fortgeschrittene Diabetes, Schwangerschaft, unbehandelter Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Krebserkrankung oder Tumorerkrankung. Auch bei Erkältungen oder Infektionen muss das EMS-Training ausfallen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich die Symptome verschlimmern oder das Training den Körper zu stark belastet. Um mögliche Risiken auszuschließen, muss deshalb vor dem Beginn eines EMS Trainings der Gesundheitszustand des Trainierenden abgeklärt werden.

EMS-Training – die Lösung für Sportmuffel

Stundenlanges Schwitzen im Fitnessstudio ist nicht jedermanns Sache. Mit EMS ist das nicht notwendig: Mit vergleichsweise wenig Aufwand lassen sich Erfolge erzielen, die mit denen eines herkömmlichen Krafttrainings vergleichbar sind. Hinzu kommt: Für EMS sind weder Vorkenntnisse noch ein bestimmtes Fitnesslevel notwendig. Deshalb können auch weniger sportlich aktive oder ältere Menschen von den positiven Effekten des EMS-Trainings profitieren.

EMS verbessert die Körperwahrnehmung

EMS baut nicht nur Muskeln auf, sondern schärft auch die Wahrnehmung des eigenen Körpers und verbessert den Bewegungsablauf. In Untersuchungen der Deutschen Sporthochschule Köln wurde festgestellt, dass Menschen, die selten Sport treiben, von der durch EMS verbesserten Wahrnehmung profitieren. Ist die Wahrnehmung für den eigenen Körpers sensibilisiert, steigt auch die Lust auf Bewegung und einen aktiveren Lebensstil.[5]

Punkt 6: Abnehmen mit EMS-Training

Immer mehr Menschen haben Übergewicht. Wer auf Dauer zu viele Kilos mit sich herumschleppt, gefährdet seine Gesundheit. Bei vielen Übergewichtigen ist der Wunsch groß, die überflüssigen Kilos loszuwerden, wieder in die Lieblingsjeans zu passen und sich fit und attraktiv zu fühlen. Was tun? In die Turnschuhe springen und lossprinten? Für viele wohl keine verlockende Vorstellung.

Bereit für die Lieblingsjeans? Mit EMS zur Wunschfigur

EMS ist kurzweilig, effektiv und kann die Pfunde purzeln lassen: In nur zwanzig Minuten wird der ganze Körper trainiert und dabei ordentlich Kalorien verbrannt. Sportliche Vorkenntnisse oder ein bestimmtes Fitnesslevel sind nicht erforderlich.

Neben dem Aufbau von Muskeln senkt EMS nachweislich den Körperfettanteil [6], strafft die Haut, festigt das Bindegewebe und hilft in Verbindung mit einer bewussten Ernährung auf dem Weg zur Wunschfigur.

EMS-Training sorgt für eine schlanke Taille

Das Erfolgsgeheimnis des EMS Trainings beruht auf mehreren Faktoren. Zum einen ist EMS ein intensives Training, dass alle Skelettmuskeln simultan aktiviert und kräftigt. Dadurch wächst der Anteil der Muskelmasse im Körper. Muskeln benötigen viel Energie. Das heißt: Je mehr Muskeln im Körper vorhanden sind, desto mehr Kalorien verbrennt er. Dadurch steigt der Grundumsatz, also die Energiemenge an Kalorien, die der Körper bei völliger Ruhe während eines Tages braucht, um seine Funktion aufrechtzuerhalten. In Verbindung mit einer bewussten Ernährung fällt so das Abnehmen leichter. Hinzu kommt: EMS-Training reduziert besonders auch das ungesunde Bauchfett [7] und sorgt für eine schlanke Taille. Dadurch sinkt das Risiko von Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.

So viele Kalorien verbrennt EMS-Training

Prof. Dr. Wolfgang Kemmler von der Universität Erlangen forscht schon seit vielen Jahren zu den Effekten des EMS-Trainings. In einer seiner Studien stellte er fest, dass seine Probanden während eines 16-minütigen EMS-Trainings durchschnittlich 412 kcal verbrannten [8]. Auf eine 20-minütiges Trainingseinheit hochgerechnet sind das 515 kcal.

Kalorienverbrauch im Vergleich

Die folgenden Angaben sind Durchschnittswerte und können je nach Größe, Gewicht, Geschlecht, Alter, Fitnesslevel und Körperkonstitution unterschiedlich ausfallen.

  • Tischtennis: 100 kcal
  • Golf: 112 kcal
  • Joggen: 210 kcal
  • Boxen: 225 kcal
  • Handball: 200 kcal
  • Fußball: 250 kcal
  • Leichtathletik (Hürdenlauf): 250 kcal
  • Klettern: 275 kcal
  • Seilspringen (schnell): 300 kcal
  • EMS-Training: 515 kcal

Der Nachbrenneffekt

EMS sorgt aber nicht nur für einen erhöhten Kalorienverbrauch während des Trainings, sondern fördert auch die Durchblutung, bringt den Stoffwechsel in Schwung und kurbelt die Fettverbrennung an – auch nach dem Training. Ursache dafür ist der so genannte Nachbrenneffekt.

Auf der Couch sitzen und Kalorien verbrennen

Von einem Nachbrenneffekt spricht man, wenn sich nach einem intensiven Training zeitweise der Grundumsatz erhöht. Das heißt: Wer tagsüber ein intensives Training absolviert, verbrennt auch abends auf der Couch noch vermehrt Kalorien. Wie stark dieser Effekt ausfällt und wie lange er anhält, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sicher ist: Durch den Nachbrenneffekt kann sogar im Ruhemodus die Fettverbrennung weiter auf Hochtouren laufen.

Muskeln wiegen mehr als Fett

Wer abnehmen will, steigt normalerweise regelmäßig auf die Waage. Dabei ist eine Waage nicht unbedingt die beste Methode, um den Trainingserfolg zu messen.

Wenn du wissen willst, welche Methoden sich besser eignen, lies hier weiter: Erfolgreich abnehmen.

 

Punkt 7: EMS befreit von Rückenschmerzen

Bei jeder Bewegung ziept und zwickt es im Kreuz? So geht es vielen! Fast jeder dritte Deutsche leidet an Rückenschmerzen. Die Ursachen und Symptome von Rückenbeschwerden sind vielfältig. Fehlende Bewegung, vieles Sitzen, Übergewicht oder eine einseitige Belastung können Gründe dafür sein, dass der Rücken in Schieflage gerät. Treten Schmerzen auf, ist das nicht nur unangenehm, sondern führt zu starken Einschränkungen im Alltag: Das Laufen, Sitzen oder Stehen verursacht Schmerzen. Und auch nachts im Bett rauben die Beschwerden den erholsamen Schlaf.

Starker Rumpf ist Trumpf

Quälende Rückenschmerzen  loszuwerden und sich schmerzfrei bewegen zu können, verbinden viele als erstes mit starken Rückenmuskeln. Keine Frage: Ein kräftiger Rücken ist wichtig – doch das alleine reicht nicht aus. Denn maßgeblich für einen gesunden, schmerzfreien Rücken sind starke Rumpfmuskeln und eine gut ausgebildete Tiefenmuskulatur. Das heißt, neben den Rückenmuskeln sind auch die Bauch- und die Brustmuskeln sowie die nahe an den Knochen liegenden Tiefenmuskeln für einen beschwerdefreien Rücken wichtig.

Darum hilft EMS-Training so effektiv gegen Rückenbeschwerden

Beim EMS erreichen die elektrischen Impulse alle Skelettmuskeln gleichzeitig. Das heißt, alle Muskeln am Rumpf wie beispielsweise Rücken-, Bauch-, Brust-, Schultermuskeln werden simultan gekräftigt. Das sorgt für eine starkes Korsett, das die Wirbelsäule stützt und vor Rückenbeschwerden langfristig schützt.

EMS hat Tiefgang

Die Impulse erreichen nicht nur die großen, oberflächlichen Muskeln, sondern auch die tief im Körper liegen. Diese Tiefenmuskulatur stabilisiert die Wirbelsäule, Gelenke und Bandscheiben. Ist die Muskulatur geschwächt, führt das zu Funktionsstörungen des fein abgestimmten Systems Rücken. Doch die tiefliegenden Muskeln bewusst anzusteuern und zu trainieren, ist fast unmöglich. Mit EMS übernehmen elektrische Impulse diese Aufgabe.

Fast 90 Prozent der von Rückenschmerzen Betroffenen geben Verbesserung an

In einer Studie der Universität Bayreuth gaben fast 90 Prozent der Probanden Verbesserungen der Rückenbeschwerden an. [10] Nicht ohne Grund wird die EMS-Technologie schon seit vielen Jahrzehnten in der Sportmedizin, Physiotherapie und Rehabilitation zur Bekämpfung von Rückenbeschwerden eingesetzt.

Du hast Rückenschmerzen und willst wissen, wie du deine Beschwerden dauerhaft loswirst?

Dann lies hier: Rückenschmerzen – was tun? Diese 5 Tipps machen dich gesund und schmerzfrei

 

Punkt 8: Starker Beckenboden – so hilft EMS gegen Inkontinenz

Oft reicht ein kurzes Niesen oder ein kleiner Huster – schon ist es passiert. Ausgelöst wird der plötzliche Urinverlust durch den erhöhten Druck auf die Harnblase. Deshalb wird diese Art der Inkontinenz auch als Belastungs- oder Stressinkontinenz bezeichnet. Ursache für die „Blasenschwäche“ sind geschwächte Bänder und Muskeln des Beckenbodens.

EMS-Training kräftigt die Muskulatur des Beckenbodens

Damit Betroffene den Alltag wieder beschwerdefrei genießen können, ist die Stärkung der Muskulatur der Schlüssel. Doch den Beckenboden bewusst anzusteuern und zu trainieren, ist nicht einfach – und wird mit EMS überflüssig. Denn die elektrischen Impulse erreichen und kräftigen die tiefliegende Muskulatur ganz ohne bewusstes Ansteuern. Deshalb ist EMS auch eine besonders effektive und vor allem einfache Methode, um Inkontinenz zu verbessern und von Beschwerden zu befreien.

EMS-Training ideal zur Rückbildung

Eine Schwangerschaft verändert den Körper nachhaltig. Im Verlaufe einer Schwangerschaft nehmen Frauen durchschnittlich 12 Kilogramm zu. Dabei werden Bauchdecke und Beckenboden überdehnt und der Rücken durch das zusätzliche Gewicht belastet. Nach der Entbindung möchten viele Frauen so schnell wie möglich wieder in ihre alte Form zurückzufinden. EMS Training gibt dabei optimale Unterstützung: Das Ganzkörpertraining hilft dabei, die angesammelten Kilos schnell wieder loszuwerden und schlaffes Bindegewebe zu straffen. Da die elektrischen Impulse die Tiefenmuskulatur erreichen, wird zusätzlich die strapazierte Muskulatur des Beckenbodens gestärkt und Rückenbeschwerden verbessert.

Punkt 9: So läuft ein EMS-Training ab

Eine EMS-Session dauert in der Regel 20 Minuten. Der Sportler schlüpft dafür in einen Anzug, der auf der Innenseite mit Elektroden ausgestattet ist. Über die Elektroden werden die Impulse zu den großen Muskelgruppen wie Bauch, Beine, Po, Arme, Rücken und Brust geleitet und zur Kontraktion gebracht. Die Intensität des Impulses wird über ein Steuerungsgerät während des gesamten Trainings kontrolliert und individuell angepasst. 

Individuelle Betreuung

Während des Trainings steht dem Sportler ein Personal Trainer zur Seite, der auf die Trainingsziele und persönlichen Bedürfnisse eingeht, den Trainierenden berät, die Übungen vorgibt sowie die Körperhaltung überprüft und korrigiert. Durch die permanente Rückmeldung und Verbesserungen sind schnelle Fortschritte möglich.

Typische Übungen

Je nach Beweglichkeit, Fitnesslevel und Trainingsziel werden einfache oder herausfordernde Übungen durchgeführt. Typische Übungen sind z.B. Kniebeugen, Ausfallschritte, Schulterpresse sowie Rücken-, Bauch- und Armübungen. Das Training kann statisch oder dynamisch durchgeführt werden.

Statisches Training

Bei statischen Übungen wird der Körper in einer bestimmten Position gehalten. Eine Bewegung findet nicht statt. Ein Beispiel ist der Unterarmstütz – auch unter dem englischen Begriff „Plank“ bekannt. Diese Übung dient speziell der Verbesserung der Rumpfstabilität.

Dynamisches Training

Mit EMS lassen sich auch dynamische Bewegungen verknüpfen. So zum Beispiel Übungen aus dem funktionellen Bereich wie Ausfallschritte oder tiefe Kniebeugen, bei denen Muskel und Gelenke im hohen Bewegungsradius arbeiten. Dynamische Trainingsübungen mit EMS zu verbinden, lässt nicht nur die Muskeln wachsen, sondern verbessert zusätzlich die Koordinationsfähigkeit und Ausdauer.

Keine Gewichte notwendig

Für das Training sind grundsätzlich keine Gewichte notwendig – diese Aufgabe übernehmen die elektrischen Impulse. Während des Trainings wird die Intensität des elektrischen Impulses permanent kontrolliert, gesteuert und an die Bedürfnisse des Trainierenden angepasst.

EMS-Training spart Zeit

Das EMS-Training ist intensiv und zeitsparend. Anfänger trainieren in der Regel einmal und Fortgeschrittene zweimal wöchentlich. Da in nur 20 Minuten der ganze Körper trainiert wird, ist EMS Training optimal für Menschen, die nur wenig Zeit haben. Die besten Ergebnisse lassen sich aus einer Kombination aus klassischem Kraft- und Ausdauertraining und EMS erzielen.

Muskeln wachsen im Schlaf

Übrigens: Die Muskeln wachsen nicht während des Trainings, sondern in der Regenerationsphase. Deswegen ist zwischen zwei EMS-Sessions Zeit für die Erholung wichtig – ideal ist eine Pause von zwei bis drei Tagen.

So fühlt sich EMS an

EMS tut nicht weh. Die meisten, die mit EMS trainieren, empfinden die elektrischen Impulse als ein intensives, aber angenehmes Kribbeln oder Vibrieren. EMS-Anfänger gewöhnen sich zumeist schnell an dieses neue Gefühl und empfinden die stimulierende Wirkung des Impulses als wohltuend. Was allerdings weh tun kann, ist der Muskelkater zwei Tage nach dem Training.

Punkt 10: EMS-Training zuhause oder im Studio?

Immer mehr Menschen halten sich mit EMS-Training fit. Die Nachfrage der Kunden und die Zahl der EMS-Studios in Deutschland steigt rasant.

Aber was ist eigentlich besser? EMS- Training im Studio oder zuhause in den eigenen vier Wänden?

 

 

EMS-Studio: Das sind die Vor- und Nachteile

Vorteil: Das EMS-Equipment wird zur Verfügung gestellt. Außerdem ist ein Personal Trainer vor Ort, der die Übungen vorgibt, die Ausführung korrigiert und den Sportler motiviert.

Nachteil: Es gelten feste Öffnungszeiten, die Anfahrtswege kosten Zeit und Geld, die einzelnen Trainingseinheiten sind kostspielig und das Training findet zumeist auf engem Raum statt. 

EMS-Training zuhause

Jederzeit im eigenen Wohnzimmer in den EMS-Anzug schlüpfen und den Körper in Form bringen? Das geht! Wer frei sein will von feste Öffnungszeiten, langen Anfahrtswegen und speziellen Räumlichkeiten, kann mit einem eigenen EMS-Gerät  zuhause oder auch von unterwegs unabhängig von Ort und Zeit trainieren.  

Mit einem kabellosen EMS-System ist das Training auch draußen an der frischen Luft sowie in Verbindung mit anderen Sportarten  möglich: Beispielsweise Joggen, Radfahren, Badminton, Tennis oder Golf ist mit einem kabellosen EMS-Anzug kein Problem.

Der Vorteil: Durch EMS werden die Effekte der jeweiligen Sportart intensiviert – die elektrischen Impulse steigern die Leistung und beschleunigen das Tempo auf dem Weg zum Trainingsziel.

Darauf ist zu achten

Ähnlich wie bei anderen Sportarten besteht bei falscher Anwendung und Selbstüberschätzung das Risiko, sich zu überanstrengen. Deshalb ist neben einem qualitativ hochwertigen Equipment auch eine ausführliche Einweisung und professionelle Beratung Grundvoraussetzung für ein sicheres und effektives Training mit dem eigenen EMS-Gerät.

Fit zuhause – mit einem Profi an der Seite

Es muss nicht entweder oder sein: Ein Kompromiss zwischen dem EMS-Training im Studio und dem eigenen EMS-Gerät zuhause bietet ein mobiler Personal EMS Trainer.

Der Vorteil: Der Personal Trainer ist zur Stelle, wann und wo der Kunde möchte – z.B. in den eigenen vier Wänden, im Hotel oder auch draußen im Park. Trainiert wird entweder mit dem eigenen Gerät oder dem Equipment des Trainers.

Mit einem mobilen Personal Trainer an der Seite lässt sich eine professionelle Betreuung mit der Freiheit verbinden, orts- und zeitunabhängig zu trainieren.


[1] Vgl. Prof. Fritzsche, in „Keynote Expertenforum EMS“, Vortragstitel „EMS und Safety“, unter: https://www.youtube.com/watch?v=szOpxS6YztU&t=28s (Abruf am 26.06.2020)

[2] Vgl. Wolfgang Kemmler, Anja Weissenfels, Sebastian Willert, Mahdieh Shojaa, Simon von Stengel, Andre Filipovic, Heinz Kleinöder, Joshua Berger, and Michael Fröhlich in Efficacy and Safety of Low Frequency Whole-Body Electromyostimulation (WB-EMS) to Improve Health-Related Outcomes in Non-athletic Adults. A Systematic Review, unter https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29875684 (Abruf am 01.07.2020)

[3] Vg.: Prof. Dr. Christoph Eifler, in „Stellungnahme zur DGKN Pressemitteilung „EMS- Training: Neurophysiologen warnen vor Überlastung und Nierenschäden“, unter https://www.dssv.de/fileadmin/Pressemitteilung/Stellungnahme_EMS_DHfPG_20180115_01.pdf

[4] Vgl.“DSSV-Eckdatenstudie 2019: Die Fitnessbranche wächst und wächst“ https://www.fitnessmarkt.de/magazin/artikel/dssv-eckdatenstudie-2019-die-fitnessbranche-waechst-und-waechst- (Abruf 01.07.2010)

[5] vgl. Dr. Heinz Kleinöder, in: Elektro-Myo-Stimulation: Trainieren “unter Strom“, unter https://www.radsport-news.com/markt/marktnews_113460.htm (Abruf am 26.06.2020).

[6]Vgl. Kemmler, Teschler, Weissenfels, Froehlich, Kohl M, von Stengel: Ganzkörper-Elektromyostimulation versus HIT-Krafttraining – Einfluss auf Körperzusammensetzung und Muskelkraft, unter: https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2015/Heft_12/Originalia_Kemmler_WirkeffekteHITvsWBEMS_2015-12.pdf (Abruf am 01.07.2020)

[7] Vgl. Wolfgang Kemmler, Simon von Stengel, „Ganzkörper-EMS-Training (WB-EMS) vs. HIT-Training“ (17.05.2019), unter https://www.fitnessmanagement.de/fitness/ems-gegen-hit-training (Abruf am 01.07.2020)

[8] Wolfgang Kemmler, Simon von Stengel, Johannes Schwarz, Jerry L Mayhew, in: “Effect of Whole-Body Electromyostimulation on Energy Expenditure During Exercise”, unter https://journals.lww.com/nsca-jscr/Fulltext/2012/01000/Effect_of_Whole_Body_Electromyostimulation_on.32.aspx (Abruf 01.07.2020)

[9] vgl. Tim Hollstein: „Wie genau messen neue Körperfettwaagen?“, unter:
https://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/koerperfettwaagen-wie-genau-messen-die-neuen-geraete-a-1254443.html

[10] Vgl. Boeckh-Behrens W, Grützmacher N, Sebelefsky J (2002) Elektromyostimulation mit dem Bodytransformer – eine erfolgreiche Maßnahme zur Reduzierung von Rückenbeschwerden. Institut für Sportwissenschaft Universität Bayreuth.

 

 

 

 

 

 

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